Für den Pressburger Kalender, der dieses Jahr zum dritten Mal herausgegeben wird, haben diesmal die Redakteure einige der hundertzehn Jahre alten Fotografien der Erzherzogin Isabella ausgewählt.  

Die Erzherzogin benutzte großformatige, 21 x 27 cm große, Glasnegative, die es ihr möglich machten, außerordentlich detaillierte Aufnahmen zu fertigen. Die Anfänge ihrer fotografischen Aktivitäten sind mit Pressburg verbunden. Die ganze Familie hat sich gerne und oft fotografieren lassen und an ihrer Verewigung waren mehrere Fotografen beteiligt. Die künstlerischen Fotografien von Isabella wurden in vielen Fachzeitschriften veröffentlicht und regelmäßig auf internationalen Ausstellungen ausgestellt. Ihr wertvoller Fotonachlass ist Bestandteil der Sammlungen des Ungarischen Nationalmuseums in Budapest. 

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Die Erzherzogin Isabella von Croÿ-Dülmen, die auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands das Licht der Welt erblickte, gehört zu den sympathischsten Mitgliedern der Habsburger Dynastie. Ihr Ehemann, der Erzherzog Friedrich von Österreich-Teschen, hat Dank Erbschaft ein großes Vermögen erlangt. Im gesellschaftlichen Leben von Pressburg war die ständige Anwesenheit der Erzherzogfamilie als wichtig erachtet und deswegen hat die Familie ihren Sitz im ehemaligen Palais Grassalkovich eingerichtet – anfangs als Mieter und seit 1897 als Eigentümer des Palais.

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Hausmusizieren im Palais Grassalkovich

Das prächtige Gebäude haben viele vornehme Gäste besucht. Zu den Gästen, die sich da oft aufhielten, gehörte auch der Thronfolger Franz Ferdinand. Die Erzherzogin Isabella war voller Hoffnung, dass Franz Ferdinand in ihre Familie einheiraten würde. Eines Tages jedoch hat sie auf dem Tennisplatz des Schlosses die verloren gegangene Taschenuhr des Thronfolgers gefunden. Enttäuscht und verärgert hat sie feststellen müssen, dass auf der Fotografie in der Uhr nicht ihre Tochter, sondern eine der Hofdamen – die Gräfin Sophie Chotek, abgebildet war. Das ist aber bereits eine andere Geschichte …

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Palais Grassalkovich

Isabella hat als vorbildliche Familienmutter den Lauf des Hofes gesteuert und half ihrem Mann das Vermögen zu verwalten. Stark ausgeprägt waren ihr Verantwortungsgefühl und ihre Liebe gegenüber den Kindern. Mit viel Sorgfalt widmete sie sich der Erziehung ihrer neun Nachfolger. An der ambitiösen Erzherzogin schätzten die Zeitgenossen außer ihrer Schönheit auch ihre Weisheit, den auffällig starken Willen und ihr Streben nach Macht. Böse Zungen behaupten, dass Friedrich wort-wörtlich unter dem Pantoffel stand.  

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Erzherzogin Isabella auf Jagd

Im Sinne ihrer gesellschaftlichen Stellung interessierte sich Isabella ihr ganzes Leben lang intensiv für das öffentliche Geschehen und widmete sich der Wohltätigkeit. Sie war eine engagierte Frau mit stark ausgeprägtem Sozialgefühl, unterstützte die Entwicklung der volkstümlichen handwerklichen Produktion in Ungarn, gründete den Frauenverein zur Förderung der einheimischen Stickereiindustrie in Pressburg und Umgebung, der ihren Namen trug, war die Patronin des auf Wohltätigkeitsbasis gegründeten Kinderheims in Pressburg. Mit ihrer Familie ritt sie gerne in die Natur aus, liebte die Jagd und war eine anerkannte Tennisspielerin.

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Ausritt in den Pötschenwald 

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Ausflug in Theben

Die nachfolgenden Generationen können von Glück reden, dass Ihre größte Leidenschaft das Fotografieren war - eine Faszination, die in den neunziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts im ziemlich breiten Maße vornehme Kreise erfasst hatte. Dies war die erste große Phase in der Geschichte der Amateurfotografie, die jedoch angesichts der Kostspieligkeit den breiten Massen vorbehalten blieb.  

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 Schlossgrundgasse / Židovská ulica / Vártelek-utca

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Michaelergasse

Pressburger Kipferl


Den Kalender können Sie auf dem Weihnachtsmarkt von Bratislava, auf dem Franziskaner Platz (Wohltätigkeitszone, ganz hinten, neben der Fontane) im Stand der Bürgervereinigung Pressburger Kipferl, ab 18. November bis 25. Dezember, kaufen.