Mit der Idee, ein Denkmal des berühmten gebürtigen Pressburgers Ján Nepomuk Hummel in der Stadt aufzustellen, kam im Jahre 1878 die Freimaurerloge „Zur Verschwiegenheit“, u. zw. anlässlich des  100.  Jahrestages der Geburt des Komponisten. Auch Hummel selbst war Mitglied der Freimaurerloge namens Amalia in Weimar. Die mit der Enthüllung des Denkmals verbundenen Arbeiten hat der Pressburger  Archivar und Mitglied der Loge „Zur Verschwiegenheit“ Ján Batka geleitet. Die Büste hat der gebürtige Pressburger Viktor Tilgner angefertigt.

Einen Teil der Kosten hat die Loge aus eigenen Quellen gedeckt und bei dieser Gelegenheit auch eine Stiftung errichtet. Zu Gunsten der Stiftung hat im Jahre 1883 eine wohltätige Kunstausstellung stattgefunden, aber auch namhafte europäische Künstler haben finanziell ihren Beitrag geleistet. Im Rahmen eines Konzerts in Pressburg haben diese Idee auch Anton Rubinstein, Hans von Bülow, Gejza Zichy, oder der weltberühmte Franz Liszt unterstützt. Das Denkmal wurde im Herbst 1887 enthüllt, aber es verweilte nicht lange an der ursprünglichen Stelle auf dem Kossuthplatz. Im Frühling 1911 musste das Denkmal seinen Platz dem Petőfi-Denkmal überlassen und landete an der  sog. Kleinen Promenade, im Park vor der Notre Dame Kirche, neben der heutigen Redoute. Nach dem 2. Weltkrieg musste es wieder dem Denkmal für die Rote Armee Raum geben und wurde vor dem Nester-Palais und anschließend im Garten des Grassalkovich-Palais, wo sie mehrmals beschädigt wurde, aufgestellt.  Schließlich wurde das Denkmal Ende der 90. Jahre auseinander genommen und erst im Jahre 2005 vor dem Nester-Palais, dem Gebäude der jetzigen Deutschen Botschaft, aufgestellt.

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